Ein Produkt drehen zu können ist reizvoll. Ein Konfigurator wird aber erst dann zur Entscheidungshilfe, wenn er sinnvolle Möglichkeiten zeigt und unpassende Kombinationen verständlich behandelt. Dafür braucht es mehr als ein gutes 3D-Modell.
Mit der Auswahlfrage beginnen
Was muss ein Kunde tatsächlich entscheiden? Bei einer Kommode können Größe, Holz und Innenaufteilung relevant sein. Bei einer technischen Anlage hängen Optionen möglicherweise voneinander ab. Eine vollständige interne Stückliste ist nicht automatisch die beste Bedienoberfläche. Die Reihenfolge sollte zur Kundenentscheidung passen, nicht zur Datenbankstruktur.
Regeln und Produktdaten zusammenführen
Jede Option braucht eine eindeutige Kennung, eine verständliche Beschreibung und bei Bedarf Abhängigkeiten. Wenn eine bestimmte Breite nur mit einem passenden Beschlag erhältlich ist, muss diese Regel nachvollziehbar abgebildet sein. Texte, Modellzustände und kaufmännische Angaben dürfen nicht unabhängig voneinander gepflegt werden. Sonst zeigt die Ansicht etwas anderes als die spätere Anfrage.
Nicht jede Darstellung braucht dieselbe Technik
Eine überschaubare Auswahl kann mit vorberechneten Bildern funktionieren. Browser-3D bietet interaktive Ansichten auf dem Gerät; Streaming kann aufwendigere Szenen auf einem entfernten System berechnen. Die Wahl hängt unter anderem von Qualitätsziel, Hardware, Netzverbindung und laufendem Betrieb ab. Ein höherer visueller Aufwand ist nicht automatisch die bessere Beratung.
Den letzten Schritt nicht vergessen
Am Ende sollte klar sein, was die Auswahl bedeutet: unverbindliche Anfrage, gespeicherte Zusammenstellung oder verbindlicher Kauf. Eine Zusammenfassung mit Varianten und verständlichen Bezeichnungen hilft beiden Seiten. Vor der Freigabe braucht es Tests mit langen Produktnamen, ungültigen Kombinationen, schmalen Bildschirmen und langsamen Verbindungen. Das betrifft nicht nur Komfort, sondern die Verlässlichkeit des gesamten Ablaufs.
Für die Praxis
- Wichtigste Auswahlfragen aus Kundensicht ordnen.
- Optionen, Abhängigkeiten und Kennungen festlegen.
- Darstellungstechnik am tatsächlichen Nutzungsfall testen.
- Zusammenfassung, Anfrage und Fehlerfälle prüfen.
Muss zum Start das gesamte Sortiment konfigurierbar sein?
Nicht zwingend. Eine klar abgegrenzte Produktfamilie kann helfen, Datenmodell und Bedienung zu prüfen. Der Startumfang sollte sinnvoll beraten können und darf keine Verfügbarkeit vortäuschen.
Konfiguratoren von SCHRAEGER – mit Unreal Engine und Pixel Streaming
SCHRAEGER entwickelt interaktive Produktkonfiguratoren mit Unreal Engine und Pixel Streaming. Produkte, Materialien und Varianten werden in einer Echtzeit-3D-Anwendung dargestellt und über Pixel Streaming direkt im Browser erlebbar gemacht. Die aufwendige Darstellung wird auf dem Server berechnet; Besucher müssen die Anwendung nicht auf ihrem Gerät installieren.
Zum Angebot gehören Konzeption, Produktlogik, Variantenstruktur, 3D-Visualisierung und die Gestaltung der Bedienoberfläche. Auch die Einbindung in Websites und Webshops wird passend zum Projekt umgesetzt. Welche Schnittstellen, Produktdaten und Streaming-Infrastruktur für Ihr Sortiment erforderlich sind, wird zu Beginn gemeinsam geklärt. So unterstützt der Konfigurator die Auswahl, Präsentation und Beratung Ihrer Produkte.
